Der Durchbruch zur Gehaltsanpassung

Der Durchbruch zur Gehaltsanpassung

Eine Gehaltserhöhung macht Dich nicht zum Millionär, dazu ist dieses Seminar auch nicht gedacht. Dennoch spielt eine Kapitalerhöhung von ca. 200 EUR eine bedeutende Rolle für Deinen persönlichen Wohlstand. Und nun ein kleines aber wertvolles Rechenbeispiel: angenommen Du bekommst monatlich 200 € mehr, das sind 2.400 € im Jahr.

Damit ist mit nur einer einzigen Gehaltserhöhung der Jahresurlaub für immer abgedeckt. Ist das nicht genial! In zehn Jahren werden daraus 24.000 € und damit könntest Du Deinen Kleinwagen bar bezahlen. In fünfundzwanzig Jahren kannst Du damit eine satte Summe von 60.000 € verdienen. Damit könntest Du das notwendige Eigenkapital für ein Eigenheim ansparen.

Ist das nicht verrückt? Und das alles nur mit einer einzigen Gehaltserhöhung! Dabei wollen wir es aber nicht belassen, denn wir haben nichts zu verschenken. Unser Ziel ist es, in regelmäßigen Abständen eine Gehaltserhöhung zu erzielen und darauf wollen wir gründlich vorbereitet sein. Das bedeutet, Du musst regelmäßig Deinen Marktwert erhöhen und Dir dessen auch bewusst sein.

Wie Du merkst, spreche ich mal von einer Gehaltserhöhung und mal von einer Gehaltsanpassung. Eine Gehaltserhöhung hört sich ziemlich hart an, oder? Deshalb würde ich gerne den Begriff „Gehaltsanpassung“ im Verlauf der Kommunikation vorziehen. Eine Gehaltsanpassung muss man sich erstens verdienen und zweitens richtig vorbereiten.

Das heißt, Deinen Chef in Deinen Plan zu involvieren. Hierzu braucht es eine Strategie und gute Argumente. Weiß Dein Chef wie gut du bist? Ist er laufend über den Stand der aktuellen Projekte informiert? Wie hast Du Dich positioniert? Nutze für Deine Argumentation alle Zeitformen um zu überzeugen. Argumente können in der Vergangenheit, in der Gegenwart und der Zukunft liegen.

Trotz bester Argumente sagen die wenigsten Entscheider im ersten Gespräch ja, zur Kapitalerhöhung. Und das ist i. d. R. der Knackpunkt an dem 90 % der Arbeitnehmer scheitern, weil sie nicht richtig vorbereitet sind, keine gute Strategie haben und zu früh aufgeben. Aber warum sagen Chefs im ersten Moment immer Nein und zum Schluss geben sie doch nach? Das „Nein“ ist eine Art Schutzmechanismus.

Der Chef will damit den Eindruck erwecken, eine Gehaltsanpassung sei nur ganz schwer und unter bestimmten Voraussetzungen zu erzielen. Wie ist Dein letztes Gespräch verlaufen? Wer war am Ende des Gesprächs in Ballbesitz?  Gibt es einen Folgetermin? Wie verhältst Du Dich in einem Verhandlungsgespräch? Hast Du Deinem Vorgesetzten schon mal die Pistole auf die Brust gesetzt und mit der Kündigung gedroht? Bist anschließend wütend aus dem Büro gerannt und traust Dich jetzt aus Verzweiflung nicht mehr nach einem Termin zu fragen?

Ob Du denkst, Du kannst es, oder ob Du denkst, Du kannst es nicht, Du wirst in beiden Fällen recht haben“ (H. Ford)

Dein Chef verdient Geld mit Dir und wenn das nicht so wäre, würdest Du nicht mehr dort arbeiten. Punkt!

Welche Argumente haben im Gehaltsgespräch nichts verloren? Zum Beispiel: ich brauch mehr Geld, … aus diesem und jenem Grund. Ich habe gehört A und B verdient XY. Ein nicht vorhandenes Angebot vortäuschen. Wenn sie mir eine Gehaltserhöhung geben werde ich mich richtig reinhängen. Aber hallo? Das würde ja bedeuten Du hast bisher nicht Dein bestes gegeben.

Wie Du siehst, muss bei der Auswahl der Argumente richtig vorsortiert werden, denn mit den falschen Argumenten geht der Schuss, in aller Regel, nach hinten los. Zusätzlich brauchst Du eine Strategie für die Killer-Argumente Deines Chefs. Hierzu rate ich Dir eine Liste mit den Argumenten Deines Chefs zu erstellen und zu überlegen, wie Du diese entkräftest ohne das Gespräch in eine Sackgasse zu manövrieren. Denke auch über Dein Ziel und interessante Alternativen, die für Dich einen besonderen Wert darstellen könnten, nach. Damit kannst Du Gegenangebote unterbreiten und mit Deinem Chef gemeinsame Sache, in Bezug auf das Finanzamt, machen. Sei schlau. Ich vertraue darauf, dass Dir das ab sofort nicht mehr passieren wird.

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